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10.12.2008

Faszination und Herausforderung

Eistauchen ist nichts für Anfänger Totale Stille und völlige Abgeschiedenheit, bizarre Formationen und geheimnisvolle Lichtspiele in unzähligen Blautönen - das alles zieht Taucher in eisige Tiefen. In wenigen Wochen bricht wieder die Hochsaison der Eistaucher an. Dann reisen sie an kristallklare Bergseen, sägen zwei Löcher ins Eis und gleiten hinab in eine ganz eigene Welt.

Eistauchen erfordert Ausbildung, Erfahrung und Strategie. Zunächst werden mit einer Motorsäge ein mindestens 1,20 cm großes Einstiegsloch und ein Notloch in die acht bis zehn Zentimeter dicke Eisdecke gesägt. Die Eisplatte wird unter das Eis geschoben. So kann sie nach dem Tauchgang in das Loch eingesetzt werden und einige Stunden später ist das Loch dann wieder zugefroren. Der Taucher legt eine Notleine an, ohne die es fast unmöglich ist, den Weg zum Eisloch zurück zu finden. Das reißfeste, 50 bis 100 m lange Notseil wird an einem Pflock im Eis befestigt. So angeleint, starten die Taucher ihren Unterwasserausflug. Eistauchen ist keine Disziplin für Einzelkämpfer. Es funktioniert immer nur im Team, da die Helfer außerhalb des Wassers unter anderem die Leinen festhalten müssen. Führung und Sicherung der Leinen ist beim Eistauchen überlebenswichtig. Auch auf eine hochwertige Ausrüstung kommt es an. Ein Trockentauchanzug, zwei komplett vereisungsfreie Automaten und eine Flasche mit Doppelabgang, getrennt absperrbar, gehören dazu. Bevor sich Taucher in diese eisigen Abenteuer stürzen, sollten sie eine spezielle Ausbildung absolvieren. Tauchschulen bieten entsprechende Kurse für Interessenten mit einem Mindestalter von 18 Jahren an. Die Teilnehmer lernen dabei, Eistauchgänge gut zu planen und zu organisieren. Welche Tauchplätze sind empfehlenswert? Wie geht man mit den möglichen Gefahren des Eistauchens um? Auf diese Fragen gibt es theoretische und praktische Antworten. Denn jeder Eistaucher muss auch auf Notfälle vorbereitet sein.






Firma: Messe Erfurt AG

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Stadt: Erfurt
Telefon: 0361/400-0


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