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26.03.2009

Air Cargo Europe 2009 – Treffpunkt für die Luftfrachtbranche in einem Jahr der Herausforderungen

Der Luftfrachtsektor ist wie zahlreiche andere Branchen von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise betroffen. Der Branchenverband IATA (International Air Transport Association) geht für das laufende Jahr von einem Gesamtrückgang von mindestens fünf Prozent aus. Vor diesem Hintergrund trifft sich die internationale Luftfrachtindustrie bei der 4. Air Cargo Europe im Rahmen der Fachmesse transport logistic vom 12. bis 15. Mai 2009 in München. Die Air Cargo Europe wird eine Ausstellung zum Bereich Luftfracht und eine zweitägige Fachkonferenz am 13. und 14. Mai umfassen. Namhafte Experten wie Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens München, Ulrich Ogiermann, Präsident von Cargolux Airlines International, Ram Menen, Bereichsvorstand Cargo von Emirates Airline und Andreas Otto, Mitglied des Vorstandes von Lufthansa Cargo werden bei der Fachkonferenz zur wirtschaftlichen Situation und den Rahmenbedingungen der Branche diskutieren. Die Themen lauten „Economic outlook – How to cope with the economic situation?“ oder „Emission trading in the EU: How we will prepare?“ Zudem werden die langfristigen Aussichten des Luftfrachtsektors thematisiert: „Where will be the location of the next major logistics hub – Eastern Europe, Gulf Area, China, Central America?“. Die Konferenzsprache ist englisch.

Im Ausstellungsbereich erwartet die Messe München in diesem Jahr über 160 Aussteller, die die gesamte Halle (A4) belegen werden. Die Messe gilt unter Branchenkennern als exzellenter Treffpunkt: Stephan Blank, Geschäftsführer von EasternAirCargo: „Wir werden nun bereits zum dritten Mal hier in München vertreten sein. Die ‚Air Cargo Europe’ ist die weltweit führende Messe für den Transportsektor.“ Im Rahmen der Air Cargo Europe werden außerdem die ACW World Air Cargo Awards verliehen. Bei einem Gala-Dinner am 13. Mai werden unter anderem die besten Luftfracht-Spediteure, Chart Broker und Flughäfen ausgezeichnet.

Das dominierende Thema, wie sich schon aus den Vorträgen zur begleitenden Konferenz zeigt, wird für die Branche die Überwindung der Wirtschaftskrise sein. Eigentlich hätte 2009 ein gutes Jahr werden können: Die Luftfrachtmenge ist 2008 noch einmal deutlich angestiegen. Mit 1,76 Millionen Tonnen stieg die Auslademenge an deutschen Flughäfen im Gesamtjahr um 6,9 Prozent im Vergleich zu 2007. Doch seit November lastet die Wirtschaftskrise mit massiven Einbrüchen auf dem Sektor. Denn neben dem langfristigen kontinuierlichen Wachstum ist die hohe Volatilität ein wichtiges Charakteristikum des Luftfrachtmarktes. Die Menge der zu transportierenden Güter wird sehr stark von der Konjunktur bestimmt, darum gilt die Branche als wichtiger Indikator für zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen. Die Verkehrszahlen der IATA für den Januar 2009 veranschaulichen mit einem Minus von 23,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den Einbruch des weltweiten Frachtaufkommens. Die Umsätze in der Luftfahrtindustrie könnten sich 2009 um 35 Milliarden US-Dollar auf 500 Milliarden US-Dollar verringern.



Doch trotz der momentan unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft wird das Luftfrachtaufkommen nach Branchenschätzungen langfristig weiter zunehmen. „Wenn die Krise vorüber ist, werden die deutschen Flughäfen wieder mit mittleren Zuwachsraten von vier bis fünf Prozent jährlich wachsen“, prognostiziert Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV). Für das Jahr 2020 prognostiziert der Verband 6,8 Millionen Tonnen Luftfracht für den Luftverkehrsstandort Deutschland. Diese Schätzungen für den deutschen Luftfrachtmarkt stimmen mit den langfristigen Prognosen für den globalen Markt überein: In den nächsten zwei Jahrzehnten werde das weltweite Luftfrachtgeschäft jährlich im Schnitt um 5,8 Prozent wachsen, schätzt der US-Flugzeugbauer Boeing. Der Luftfrachtverkehr werde sich dadurch bis 2027 international verdreifachen, die globale Frachterflotte in den nächsten 20 Jahren von heute 1.950 Flugzeugen auf rund 3.900 zulegen. Der Trend geht dabei zu immer größeren Maschinen: Im Jahr 2027 werden demnach 35 Prozent aller Transporter Großraumfrachter sein im Vergleich zu heute 26 Prozent.

Jährlich werden bereits heute über 27 Millionen Tonnen Güter mit Transportmaschinen durch den weltweiten Luftraum befördert. Dabei liegen die logistischen Vorteile der Luftfracht auf der Hand: Speziell bei zeitkritischen Sendungen wie Ersatzteilen oder auch Notfallsendungen über größere Entfernungen ist Luftfracht die erste Wahl. Ein weiterer Vorteil der Luftfracht gegenüber den anderen Verkehrsträgern ist die hohe Sicherheit auf Grund der strikten Vorkehrungen auf Flughäfen.


Über die transport logistic

Die 12. internationale Fachmesse für Logistik, Telematik und Verkehr findet vom 12. bis 15. Mai 2009 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Die transport logistic ist die weltweit größte Messe für den vielschichtig strukturierten Güterverkehr auf Straße, Schiene, Wasser und in der Luft. Das Portfolio umfasst Logistik und Güterverkehr, Telematik sowie innerbetrieblichen Transport und Materialfluss. In die transport logistic 2009 ist die Air Cargo Europe integriert, eine zum vierten Mal stattfindende Ausstellung der globalen Luftfrachtindustrie. Das umfangreiche Konferenzprogramm und die Fachkonferenzen, die 4. Air Cargo Europe für die Luftfracht und die 5. marilog für die maritime Logistik, bieten einen fundierten Überblick über neue Märkte, Trends und Innovationen der internationalen Transport- und Logistikwirtschaft. Zur transport logistic 2009 werden mehr als 1.600 Aussteller aus über 55 Ländern erwartet. Zur Veranstaltung 2007 kamen 47.636 Besucher aus 118 Ländern. Die Statistiken sind im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) geprüft.





Firma: Messe München International

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Petra Gagel
Stadt: München
Telefon: (+49 89) 949-20244


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