Programm zur 7. Internationalen Geothermiekonferenz veröffentlicht

03.03.2011 | 360312
Die Herausforderungen bei EGS-Projekten, Erfolgsfaktoren für die Projektentwicklung und die Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit sind nur einige der diesjährigen Schwerpunkte des internationalen Branchentreffens.

(Freiburg, 03.03.2011) Heute wurde das endgültige Programm der 7. Internationalen Geothermiekonferenz (IGC) veröffentlicht. Das etablierte Branchentreffen findet vom 10. bis 12. Mai 2011 in Freiburg statt und bietet an drei Tagen einen umfassenden Einblick in verschiedene Aspekte der tiefengeothermischen Energieversorgung. Bei Anmeldung bis zum 11. März kann von einem Frühbuchervorteil profitiert werden.

Am ersten Konferenztag steht in diesem Jahr die Umsetzung von sogenannten „Enhanced Geothermal Systems“ (EGS)-Projekten im Mittelpunkt – eine Anwendung der Geothermie, die nicht auf das Vorkommen heißer Tiefenwässer angewiesen ist. Zur Bedeutung von EGS-Projekten für die zukünftige Energieversorgung und deren Potenzial werden unter anderem Professor Ernst Huenges vom GeoForschungsZentrum Potsdam und Professorin Eva Schill von der Université de Neuchâtel sprechen. Zudem werden am ersten Tag verschiedene Workshops angeboten – einer hiervon beispielsweise hat Projekte und Potenziale der tiefen Geothermie weltweit zum Thema. Angeleitet vom Leibnitz-Institut für angewandte Geophysik können Interessierte außerdem praxisnah das geothermische Informationssystem (GeotIS) kennenlernen, während die Teilnehmer in anderen Workshops die Möglichkeit haben, ein Medientraining zu absolvieren oder vertiefte Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Pumpentechnik zu erhalten.

Der Kongresstag am 11. Mai wird unter anderem durch eine Keynote des Generalbevollmächtigten Technik der EnBW Energie Baden-Württemberg, Dr. Hans-Josef Zimmer, eingeführt. Er wird über die Bedeutung der Geothermie im Energiemix der Zukunft aus der Sicht eines großen Energieversorgers berichten. Die folgenden vier Diskussionsforen stehen im Zeichen des Austauschs und behandeln die Themen Finanzierung, Seismizität, Projektentwicklung und Effizienzsteigerung in Geothermiekraftwerken. Ein Schwerpunkt in Freiburg ist traditionell das Thema Finanzierung. Einen interessanten Ansatz wird hier Florian Fritsch, Geschäftsführer der Fröschl Geothermie präsentieren: „Mit unserem Konzept der Namensschuldverschreibungen ermöglichen wir auch Privatpersonen an den Ertragsmöglichkeiten von Geothermie-Kraftwerken zu partizipieren und damit zum Aufbau einer regional verankerten und dezentral ausgerichteten Energieversorgung beizutragen.“ Im Forum Seismizität werden aktuelle Erkenntnisse der Forschung und Konsequenzen für die Geothermie diskutiert, unter anderem mit Experten wie Dr. Christian Bönnemann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften oder Professor Thomas Kohl vom Karlsruher Institut für Technologie. Zu regen Diskussionen wird es auch im Forum „Erfolgsfaktoren Projektentwicklung“ kommen. Hier stehen führende Vertreter der Genehmigungsbehörden aus Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz den Teilnehmern Rede und Antwort und berichten über die aktuelle Genehmigungspraxis und die wichtigsten Hürden. Nicht zuletzt wird im Rahmen der IGC 2011 über den aktuellen Stand der EEG-Novellierung und deren Konsequenzen für die Entwicklung der tiefen Geothermie in Deutschland berichtet.



Exkursionen nach Soultz-sous-fôret und Riehen am dritten Tag sowie ein attraktives Rahmenprogramm runden die Veranstaltung ab. So bietet neben der Opening Lounge am Abend des 10. Mai auch das Business Dinner im Anschluss an den Kongress am 11. Mai ideale Gelegenheiten für das Branchen-Networking und ergänzt damit den fachlichen Austausch während der Konferenztage. Für anregende Gespräche während des Business Dinners wird unter anderem Fredy Brunner sorgen, der als verantwortlicher Stadtrat von St. Gallen dort über Historie, Entwicklung und gesellschaftliche Akzeptanz des dortigen Vorzeige-Geothermieprojekts berichten wird.

Veranstaltet wird die Internationale Geothermiekonferenz von der Agentur Enerchange. Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG als Wirtschaftsförderungs- und Marketinggesellschaft der Stadt Freiburg ist Mitveranstalter der Konferenz. Schirmherr ist das Bundesumweltministerium, Unterstützer die European Association of Geoscientists & Engineers (EAGE). Als Kooperationspartner konnten unter anderem die Deutsche Energie-Agentur (dena), die International Geothermal Association (IGA), das Wirtschaftsforum Geothermie, die schweizerische Vereinigung für Geothermie und der GtV-Bundesverband Geothermie gewonnen werden.

Im Rahmen des Frühbucherangebots sind die Teilnahmegebühren bei Anmeldung vor dem 11. März 2011 um 10% ermäßigt. Detailliertere Informationen zu den Teilnahmegebühren, zum Programm und zur Zielgruppe der Konferenz sowie Anmeldemöglichkeiten finden sich unter www.geothermiekonferenz.de.





weiterführende Infos / Links :


Anmerkungen:



Firma: enerchange - agentur für erneuerbare energien

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Über den Autor

Enerchange ist eine Agentur für Veranstaltungen und Informationsdienstleistungen im Bereich Erneuerbare Energien. Ihr Leistungsspektrum umfasst das Publizieren von Fachinformationen, die Organisation von Veranstaltungen sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Erneuerbare-Energie-Unternehmen und -Projekte.

Die Internationale Geothermiekonferenz findet 2011 bereits zum siebten Mal in Freiburg statt und hat sich mittlerweile zu einer etablierten Plattform für die internationale Geothermiebranche entwickelt. Jedes Jahr diskutieren mehr als 200 Experten über die neuesten Entwicklungen im Bereich dieser erneuerbaren Energietechnologie.

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